Forderungen des Wissenschaftsrates zur Verbesserung der Lehre

Der Wissenschaftsrat hat in der letzten Woche gefordert, der Lehre an deutschen Hochschulen einen größeren Stellenwert zu geben (in der Presse wird immer nur von den Unis gesprochen, in seinen Empfehlungen zur nachhaltigen Qualitätssicherung wird jedoch allgemein von Hochschulen gesprochen).

Die wesentlichen Empfehlungen heißen:

  • Personalkosten in Höhe von 357,1 Mio. Euro p. a. für verbesserte Betreuungsrelationen (Erhöhung um 33 % in den Geistes-, Sozial- Wirtschafts- und Rechtswissenschaften; Erhöhung um 10 % in den MINT-Fächern und der Medizin);
  • Personalkosten in Höhe von 480,6 Mio. Euro p. a. für Qualitätsverbesserungsmaßnahmen (Tutorien, Personal für Beratung von Studienanfängern und zur Unterstützung bei Lehrorganisation und Prüfungen, Fortbildungen);
  • Sachmittelzuschlag von 30 % ( 251,3 Mio. Euro p. a.) für Maßnahmen zur Erneuerung und Qualitätsverbesserung der Lehre (Qualitätsmanagement an Hochschulen, Sachausstattung Lehr-/Lernumfeld, Bibliotheken);
  • 15 Mio. Euro p. a. für Fachzentren für Hochschullehre.
  • Berücksichtigung des höheren Betreuungsbedarfs bei der künftigen Berechnung der CNW und grundsätzliche Erneuerung des Kapazitätsrechts auch für die im zentralen Zuteilungsverfahren befindlichen Fächer.

Besonders bemerkenswert ist, dass eine stärkere Erhöhung bei den hoch nachgefragten Fächern (u.a. Wirtschaftswissenschaften) gegenüber den MINT-Fächern gefordert wird.

Zwei Dinge freuen uns aus Sicht des Fachbereich hier besonders:

  1. In den Vorbereitungsgesprächen zur Zielvereinbarung wurde von den Mitgliedern des Fachbereichs immer wieder die Notwendigkeit betont, sich nicht mit Vehemenz auf die Entwicklung neuer Studienangebote zu stürzen, sondern vielmehr das besondere Augenmerk auf die Qualitätsverbesserung des Vorhandenen zu setzen (so haben wir dies in der Zielvereinbarung nunmehr auch umgesetzt).
  2. Wir hoffen, dass auch im Lande Schleswig-Holstein zukünftig die große Bedeutung der qualitativ hochwertigen Lehre und der wachsende Stellenwert der wirtschaftlichen und sprachorientierten Studiengänge deutlicher erkannt werden.

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